hundeklo1 Eine verrückte Woche. Angefangen hat alles mit einer miesgelaunten Cici die für rein gar nichts Freude empfand. Doch dann schien die Sonne und auch ich wärmte mich wieder auf. Am Mittwoch dann der Durchbruch: Nicht nur, dass meine Mutter Geburtstag hatte und mir Dinge offenbart hat, die ich eigentlich nicht wissen wollte, neeeein, ich habe auch etwas ganz anderes erfahren. Was das ist? Verdammt! Ihr wisst doch, dass wir gläserne Menschen sind, oder? Auf jeden Fall tat ich mich mit meinen Kolleginnen zusammen und ihr könnt euch ja nicht vorstellen, was hinter den Kulissen in einem Büro so alles abgeht. Es gab viel zu lachen, viel zu mailen und am Ende verlief meine Arbeitswoche dann doch ganz gut.
Am Freitag, nachdem die Arbeit getan war, ging ich zum Arzt. Ein Sport-Chirurg, oder wie ich es nenne “der Beinarzt”. Bevor ich dort ankam, fror ich. Den ganzen Tag gearbeitet und dann eine halbe Weltreise zum Arzt. S-Bahn, Zug. Später: Zug, Straßenbahn und am Ende Straßenbahn, S-Bahn und endlich zu Hause. Aber zurück zum Beinarzt.
“Sie werden Ausfallen. Das müssen Sie einplanen”.
“Heidenei! Das geht ja gaaar nicht!” … Aber es muss. Ich werde operiert. Am 20.04. zieht der Onkel Doktor mir ein Venchen aus dem Bein. Lecker! Danach werde ich zwei Wochen (und mehr) wie eine Oma Kompressionsstrümpfe tragen müssen und darf mich nicht viel anstrengen. Jetzt muss ich das nur noch meinen Chef beibringen. Ich als einzige Vollzeitkraft falle aus? Glücklicherweise habe ich Zeit bis Dienstag, da er Montag in Wien sein wird. Oh oh.

Gestern und heute:
Alle Jahre wieder, kommt ein Outing dran. Eine lange E-Mail mit Erklärungen. Und heute? Die Antwort? Nichts im E-Mail-Posteingang. Dann ab in die Stadt mit einer Stimmung, die man nicht gerade als erfreut bezeichnen konnte. Geschneit hat es auch noch! Wie schlimm ist das denn?!? Schon wieder Schnee, ein richtiges Schneewehen! Und Freiburg ist kein Vergnügen an Samstagen, ganz gewiss nicht. Nicht nur der Schneesturm war im Weg – nein! Auch die verdammten Touristen und sonstigen Menschenmassen. Wieder einmal führte ich den Freiburger Cha-Cha -Cha auf. Ein Schritt nach vorn, stehen bleiben, ausweichen, wieder ein Schritt nach vorn, diesmal langsames Schleichen und mein Gesicht wurde von kleinen giftigen Schneeflocken attackiert! Herrlich. Aber besonders nett wurde es, als ich in dem Laden war, wo meine heißen Strümpfe verkauft werden. Diese müssen natürlich angepasst werden.

“Da müssen wir einen Termin machen!” *blätter, blätter*
- “Ich kann nur am Wochenende: Samstag!”
“Geht es nie innerhalb der Woche? Um 9.00 Uhr?”
- “Nein”.
“Nachmittags?”
- “Nein”.
“Gar nie??? Tja, wir haben hier gerade einen Kunden. Dann müssen Sie warten!”
- “Ok”.
*tuschel, tuschel* “Die Kundin kann nur samstags! Ich weiß auch nicht wie das jetzt gehen soll… Eine halbe Stunde wird das sicher dauern!”
Bla. Bla. Bla.


Hallo? Ich war anwesend? Meine Güte war das ein Drama. Aber nach 20 Minuten kam ich dran. 2 cm(!) Abweichung im Vergleich zur letzten Messung vor fast einem Jahr.

“Das kann nicht sein. Deshalb rutschte der Strumpf auch immer! Das wurde falsch gemessen beim ersten Mal!”

Na toll. Aber wie unfreundlich ich behandelt wurde! Ich! Die freundlichste Kundin, die man sich vorstellen kann. Ist man arbeitslos, ist man nichts wert und arbeitet man, ist man genauso wenig wert, weil man terminlich sehr beschränkt ist. Die Frau hatte Tränen in den Augen: Vor reiner Boshaftigkeit! Ja was soll ich denn machen? Hätte sie noch so einen Spruch gebracht, wäre ich zur Konkurrenz gegangen und da regen sich die Leute über die Wirtschaftskrise auf? Wirtschaftlich gedacht hat sie jedenfalls nicht.

Als ich dort endlich fertig war, ging ich mit meiner Freundin noch zum Rossmann. Ich wollte meine Haare färben! Excellence Creme “Mittelblond”. Ich war sehr zuversichtlich. Für die Ninchens gab es Kuchen und für die Toilette kaufte ich einen Frosch.
Wieder tanzte ich Cha-Cha-Cha, da wir noch Brötchen im BackWerk kauften, um dann endlich zum Bahnhof zu gelangen. Meine Stimmung? Immer noch down. Aber dann kam später doch noch eine SMS, ich solle doch unbedingt meine E-Mails checken. Gesagt, getan und Entwarnung! Cicis Menschenkenntnis wurde nicht enttäuscht.
Ach ja und die “Tönung”… Das Ergebnis? Naaa? Von wegen Mittelblond. DUNKLER! Auch gut.

Morgen:
Eishockey. Wölfe gegen Schwenningen. Dann ist die Woche vorbei und ich freue mich wieder auf Montag, denn dann beginnt eine neue Woche der Sekretärinnen-Mafia und ihre Verschwörungstheorien!

Zusammenfassend ist zu sagen:
Ich habe enthüllt, ich werde operiert, ich habe gestritten, habe gelacht, gekauft, gefärbt, unruhig geschlafen,  mich geoutet und einen netten Menschen auf meinem Lebensweg dazu gewonnen.

Zu guter Letzt noch etwas Mathematik. 1+1 ist? Wer sich etwas zusammenbasteln will, kann mich bei Twitter stalken.

Gute Nacht!